Java Forum Nord 2016

Am 20. Oktober 2016 eröffnete das Java Forum Nord interessierten Zuhörern aus der IT zum zweiten Mal die Möglichkeit zum Austausch über verschiedenste, aktuelle Themen und Strömungen des Berufsfelds. In 4 parallelen Strängen waren verschiedenste, spannende Vorträge aus allen Bereichen in und um die IT-Branche zu finden. Eine ausgewogen verteilte Mischung aus Inhalten aus der Entwicklung und Themen, die eher Prozesse und das IT-Ökosystem, sowie unser gemeinsames Zusammenarbeiten in einem Unternehmen betrachten, sorgten dafür, dass für jeden etwas Interessantes zu finden war. Der Veranstaltungsort in Hannover war ebenfalls angenehm gewählt und bot eine zentral erreichbare, gute Atmosphäre für einen spannenden Austausch, mit anschließendem Community Event im beliebten Mister Q am Hauptbahnhof Hannover.

Da ich im vergangenen Jahr die Chance hatte, auf gleich 2 der größeren deutschen Java Conferences vor Ort gewesen zu sein ( W-JAX / JavaLand ), versuche ich rückblickend darauf ein kurzes persönliches Fazit:

Das Java Forum Nord füllt meiner Meinung nach eine Lücke im norddeutschen Raum, die bereits lange vorhanden war. Wollte man als Entwickler an einer der Conference der Community teilnehmen, blieb einem bisher nicht viel übrig, als die Reise nach Berlin / Köln oder München. Dies ist, in der Regel zum einen Kosten- als auch Zeitintensiv. An dieser Stelle kann das Java Forum meiner Meinung nach seine Stärken ausspielen: Es ist lokal, kompakt und erschwinglich, bietet aber dafür ein durchaus breit gefächertes Spektrum an Themen für den interessierten Zuhörer an. Zu meinen Favoriten zählten unter anderem die Keynote von Uwe Friedrichsen mit dem Titel „Das Leben, die IT und der ganze Rest“, die zum Nachdenken und zum Blick über den Tellerrand der IT-Welt, in der wir jeden Tag agieren, aufgefordert hat. Weitere Highlights für mich waren Oliver Gierke mit einem sehr guten Einblick in die Prinzipien des „Domain Driven Design“ und Spring REST als auch der Vortrag von Mark Heckler mit dem Titel „Cool stuff, but HOW DO I GET MY COMPANY TO DO IT?!“, der Ideen lieferte, mit einem Finanzmathematischen Ansatz zu überzeugen.

Natürlich merkt man der Veranstaltung ihr recht junges Dasein und ihren, eher regionalen Kontext, an. Ich persönlich muss zugeben, dass ich bei einem eintägigen Event nicht so in „conference Stimmung“ komme, als wenn ich mich mehrere Tage mit den aktuellen Themen der IT-Welt auseinandersetzen kann. Andererseits wird hier nahezu direkt vor der Haustür ein guter Kompromiss aus Umfang und Preis geboten. Die einzige Auffälligkeit, wenn man an den JUG Terminen und anderen Conferences teilnimmt ist, dass sich Vorträge zum Teil durchaus wiederholen, aber das bietet die Möglichkeit, in diesem Zeitabschnitt Themen anzusehen, mit denen man noch nicht in Berührung gekommen ist.

Als persönliches Fazit muss ich sagen, ich würde im kommenden Jahr bedenkenlos wieder teilnehmen, da sich der Tag durchaus lohnt und mal wieder den Blick auf unser Business, das Entwickeln von Software, abseits von Alltagstrott, Prozessen und eingetretenen Pfaden, schärft.